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09.03.2018

Freude über zwei blutjunge Kollegen

Luca (11) und Johannes (12) waren erstmals bei der diözesanen Mesnerschulung am Hirschberg

 

Wenn der Mesner der Pfarrei St. Nikolaus Mitteleschenbach, Matthias Leng, an Veranstaltungen des diözesanen Mesnerverbands teilnimmt, dann ist er mit seinen 26 Jahren gewöhnlich einer der Jüngsten. Doch bei den Schulungs- und Besinnungstagen der Mesner auf Schloss Hirschberg stellte er jetzt zwei Kollegen vor, die nicht einmal halb so alt sind wie er: Luca Seitz und Johannes Walther. Die beiden Ministranten unterstützen ihn in seinem Amt mit viel Sachverstand und Spaß.

Mesnern ist ihr gemeinsames Anliegen: Johannes Walther, Vorsitzender Reinhard Brock, Luca Seitz, Matthias Leng, Pfarrer Martin Fuchs und Dekanatsjugendseelsorger Michael Harrer (v. l.). Foto: Heinrichmeier

Eigentlich war Leng vor fünf Jahren nur übergangsweise eingesprungen, als für den kranken Mesner ein Nachfolger gesucht wurde. Aber dann wurde aus der Vertretung ein dauerhaftes Engagement. „Es hat so Spaß gemacht, dass ich geblieben bin“, erzählt der junge Landschaftsgärtner, der auf eine zehnjährige Ministrantenlaufbahn zurückblicken kann.

Zusammen mit dem ebenfalls noch recht jungen Ortspfarrer Michael Harrer betreut Leng die insgesamt 24 Minis der Pfarrei St. Nikolaus. Unter ihnen sind auch Luca und Johannes, bei denen er von Anfang an ein reges Interesse an seinen Aufgaben bemerkte und die ihn fragten: „Können wir Dir helfen?“ Oft seien sie schon eine halbe Stunde früher dagewesen, als es ihr Ministranten-Dienstplan vorsieht, erzählt Leng. Dabei sind Mesnern und Ministrieren beileibe nicht die einzigen Hobbies der beiden Buben. Luca spielt Schlagzeug und trainiert im Schützenverein seine Zielgenauigkeit, Johannes ist aktiver Fußballer.

Mittlerweile sind die zwei so fit, dass sie, zu zweit oder auch allein, bei Gottesdiensten für den Mesner einspringen können. „Am letzten Wochenende war ich zum Beispiel auf einer BDKJ-Gruppenleiterschulung“, erzählt Leng. Da habe er sich ganz selbstverständlich auf Luca und Johannes verlassen können. Die Zwei sind aber nicht nur bei Sonntagsgottesdiensten, sondern auch bei Werktagsmessen in der Kirche zu finden. Auch an den Vorbereitungen für Hochfeste und Prozessionen machen sie sich nützlich, lobt Leng. Verständlich, dass die Mesner der Diözese die beiden jungen Aktiven mit Begeisterung in ihren Kreis aufnahmen.

An den diesjährigen Schulungs- und Besinnungstagen nahmen 118 Mesnerinnen und Mesner teil, einige davon zum ersten Mal. Die fast 85-jährige Pauline Ullermann, Mesnerin in Hirschberg, war die älteste Teilnehmerin.

Im Studienteil informierte Sabine Reith aus Ingolstadt über „Etikette – Moderne Umgangsformen“ und nahm unter anderem zum Thema „Duzen oder Siezen?“

Stellung. In der Diözesanversammlung, sprach der stellvertretende Präses des Mesnerverbands, Pfarrer Martin Fuchs, zu Beginn das geistliche Wort zum Thema „Heiligkeit – was macht das aus?“. Vorsitzender Reinhard Brock kündigte unter anderem

eine Viertagesfahrt nach Freiburg mit Teilnahme an der Süddeutschen Mesnerwallfahrt vom 18.-21. Juni an. Ein Mesnereinführungskurs werde erst wieder 2019 angeboten.

Am zweiten Tag sprach Dekanatsjugendpfarrer Michael Harrer über das Thema „Mesner und Jugendarbeit“. Liebe, Güte und Respekt im Umgang mit Jugendlichen seien Stützpfeiler, sagte Harrer, der auch auf das Thema „Prävention sexueller Gewalt“ einging. Er bat die Anwesenden, mit offenen Augen ihren Dienst zu verrichten und zu handeln, wenn es geboten sei. 

gg/vb, Kirchenzeitung Nr. 10 vom 11. März 2018

 

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Kirchenzeitung - Ausgabe Nr. 24 vom 17.06.2018

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