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19.06.2016

Gast aus Regensburg will Männern Mut machen

Weihbischof Dr. Josef Graf aus Regensburg kommt zur Wallfahrt der Männer nach Eichstätt. pde-Foto: altrofoto.de

Weihbischof Dr. Josef Graf aus Regensburg kommt zur Wallfahrt der Männer nach Eichstätt. pde-Foto: altrofoto.de

Ich freue mich auf die Begegnungen in Eichstätt“, sagt der Regensburger Weihbischof Dr. Josef Graf, der am Tag der Männer predigen wird. Fast ein Heimspiel für ihn, wie die KiZ erfuhr:

KiZ: Herr Weihbischof, wie gut kennen Sie die Diözese Eichstätt?
Weihbischof Dr. Josef Graf: Von meiner Herkunft her bin ich fast ein Eichstätter. Mein Heimatdorf Pondorf gehört zum Landkreis Eichstätt. Ich bin allerdings schon als elfjähriger Schüler nach Regensburg in das Bischöfliche Studienseminar Obermünster gekommen und lebe seit 1968, abgesehen von meinen acht römischen Studienjahren, in Regensburg. Von meinem Heimatdorf aus bin ich immer gerne mit dem Fahrrad in das Städtchen Beilngries gefahren, um dann das schöne Altmühltal entlang manchmal bis nach Eichstätt zu radeln. Ich hoffe,dass ich dies auch in den kommenden Jahren noch gelegentlich tun kann. Natürlich kenne und liebe ich auch die wunderschöne Bischofsstadt Eichstätt. Ein wichtiger Erinnerungsort ist mir die Abtei Plankstetten. Im Jahr 1996 verbrachte ich dort zehn Einzelexerzitientage, die für mich sehr wichtig waren. Der heutige Eichstätter Bischof Gregor Mariawar damals noch Abt. Auch das Schloss Hirschberg mit dem Exerzitien- und Tagungshaus ist mir sehr ans Herz gewachsen. Schließlich möchte ich noch erwähnen, dass ich viele Jahre in einem Schwesternhaus in Velburg, dem „Haus Betanien“, den Regensburger Weihekandidaten vor der Priesterweihe die Weiheexerzitien gehalten habe.

Welche Erfahrungen haben Sie in der Männerseelsorge?
Graf: Bereits seit den 1990er-Jahren gehörte ich zu einem Team, das die Männereinkehrtage in der Diözese Regensburg durchgeführt hat. Dazu war ich auch oft im ebenfalls gerade noch in der Diözese Regensburg gelegenen Schönstattzentrum beim Canisiushof in der Nähe von Kösching. Dort lernte ich vor einigen Jahren auch den Eichstätter Seelsorgeamtsleiter Domkapitular Al-fred Rottler kennen, der mich zum Männertag der diesjährigen Willibaldswoche eingeladen hat. Es hat mir immer gut getan, bei Einkehrtagen für die Männerseelsorge oder auch auf Pfarreiebene, mit ganz normalen katholischen Christen zusammenzukommen.

Für welche Themen interessierensich Männer bei Vorträgen oder Einkehrtagen besonders?
Graf: Meiner Erfahrung nach sind die Grundthemen unseres katholischen Glaubens durchaus von Interesse, etwa die Frage nach Gott, nach der Kirche, die katholische Marienlehre und Marienverehrung, die Eucharistie, das Bußsakrament oder die Heiligenverehrung. Wir gaben aber bei den Einkehrtagen immer auch Raum für aktuelle Fragen des kirchlichen Lebens. Wichtig war den Teilnehmern an den Einkehrtagen für gewöhnlich auch die Beichtgelegenheit. Der Großteil der Teilnehmer an diesen Tagen gehört der älteren Generation an. Für jüngere Erwachsene müsste man sich wohl eher andere Formate überlegen. Solche werden auch angeboten, etwa Meditationstage.

Worüber werden Sie in Eichstätt predigen?
Graf: Ich möchte vom Motto der diesjährigen Willibaldswoche ausgehen: „Aufbrechen im Glauben“.
Wir sprechen leider heute innerhalb unserer Kirche öfter von großen Einbrüchen, etwa beim Kirchenbesuch oder bei den Austritten. Da ist es nötig, zu fragen, inwiefern uns der Gottesgeist zu neuen Aufbrüchen führen möchte.
    
Interview: Gabi Gess

Kirchenzeitung - Ausgabe Nr. 42 vom 20. Oktober 2019

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