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12.01.2018

Gemeinsam Kirche weiterdenken

Ordensleute suchen Kontakt zu Pfarreien / Diözesanes Referat lädt zu Begegnungen

 

Im Bistum Eichstätt sind 21 verschiedene Ordensgemeinschaften mit Niederlassungen vertreten. Diese untereinander noch besser zu vernetzen und ihr Wirken auch nach außen sichtbar zu machen, ist das Anliegen des diözesanen Ordensreferats, das für das Jahr 2018 wieder zahlreiche Veranstaltungen plant.

 

Menschen im Orden, hier bei einem Treffen in Zell, möchten nach außen vermitteln: „Wir sind keine Exoten“. Foto: or

Tag geweihten Lebens

Anlass für Begegnungen in den Dekanaten des Bistums bietet demnächst der „Tag des geweihten Lebens“. Auftakt ist am 28. Januar, wenn sich Ordensleute der Dekanate Neumarkt und Habsberg ab 15 Uhr in Gnadenberg treffen. Nach der Vesper stehen die Besichtigung der Klosterruine und eine Begegnung in der angrenzenden Gastwirtschaft auf dem Programm. Das Dekanat Weißenburg-Wemding lädt am 31. Januar zu einer Begegung bei Regens Wagner/Absberg ein. Um 19 Uhr ist Gottesdienst in der Pfarrkirche. Anschließend werden im Therapiezentrum Leben und Auftrag der Dillinger Franziskanerinnen in Absberg vorgestellt. Darüber hinaus liest Pater Guido Kreppold (Ingolstadt) aus seinem neuen Buch: „Die Verwaltung des Untergangs – Keine Hoffnung für die Klöster?“ 

Mit dem Dokumentarfilm „Die Klöster in Eichstätt“, der alte und neuere Fotos von Eichstätter Ordenshäusern zeigt, beginnt am 2. Februar um 17.15 Uhr der Tag des geweihten Lebens im Dekanat Eichstätt. Ordensfrauen- und -männer und alle weiteren Interessierten treffen sich dazu im Eichstätter Filmstudio. Um 19 Uhr folgt ein Pontifikalgottesdienst mit Bischof Gregor Maria Hanke mit anschließender Möglichkeit zur Begegnung in der Batzenstube des Dompfarrheims. 

Das Dekanat Ingolstadt beteiligt sich am 4. Februar mit einer Vesper in der Moritzkirche, die um 16.30 Uhr beginnt. Um 17.15 Uhr schließt sich ein Filmabend im Kino der Volkshochschule, Hallstraße 5, an. Der Dokumentarfilm „Die große Reise“ schildert, wie österreichische Ordensfrauen die Auflösung ihres Konvents erleben und zu verarbeiten versuchen

Für das Dekanat Roth-Schwabach ist am 11. Februar um 16 Uhr Treffen im Pfarrheim Arche in Schwabach. Nach der Kaffeerunde wird die Gebetsgemeinschaft für geistliche Berufe vorgestellt. Mit einer Eucharistiefeier um 19 Uhr endet der Begegnungsnachmittag.

Die Ordensreferentin des Bistums Eichstätt, Schwester Bernadette Gevich, will diese Termine keineswegs als exklusive Treffen von Ordensleuten verstanden wissen, im Gegenteil: „Sie haben ja gerade den Sinn, dass Ordensleute und Nichtordensleute miteinander ins Gespräch kommen und sich Gedanken machen, wie sich die jeweiligen Charismen ergänzen können.“

Reden und wandern

Gevich, die abwechselnd mit dem bischöflichen Beauftragten für die Orden, Domkapitular Josef Blomenhofer, vor Ort sein wird, plant überdies eine Reihe von Veranstaltungen für Ordensleute unterschiedlicher Altersgruppen. Einige finden in Zusammenarbeit mit den Ordensreferaten der Erzdiözese Bamberg und der Diözese Augsburg statt, mit denen Schwester Bernadette gerade dabei ist, sich zu vernetzen. So ist etwa am 9. Juni in Nürnberg ein gemeinsames Grillfest mit jüngeren Ordensleuten aus dem Erzbistum Bamberg geplant. Bereits am 24. Februar steht in Eichstätt das nächste Treffen von Ordensleuten unter 65 Jahren auf dem Programm. „Zum Abschluss werden wir uns in die Vesper zum Walburgisfest einklinken“, kündigt Gevich an. 

Den Sommer über wird fleißig gewandert: Im Juli etwa geht es zusammen mit Ordensleuten aus der Augsburger Diözese Richtung Wemding. Schwester Bernadette freut sich, dass bei den U65-Treffen längst nicht mehr die Frauen unter sich sind, sondern zunehmend jüngere Ordensmänner teilnehmen. Ein Angebot für Ordensleute zwischen 65 und 75 Jahren ist im Oktober im Ingolstädter Kloster St. Johann im Gnadenthal geplant. Demnächst will die Ordensreferentin bei ihren Mitbrüdern und -schwestern eine kleine Umfrage starten, um welche Themen es dabei gehen soll.

Auf gute Beteiligung hofft sie auch beim Ordenstag am 28. April im Franziskanerkloster Freystadt. Kapuzinerpater Georg Greiml wird aus Altötting kommen und über den 200. Geburtstag von Bruder Konrad sprechen. Ein weiterer Ordenstag findet Ende September im Eichstätter Priesterseminar statt. Gastreferentin ist dann die Vinzentinerin Veronika Häusler, Mitarbeiterin im Ordensreferat Augsburg. 

Viel Außenwirkung verspricht sich Schwester Bernadette vom „Tag der offenen Klöster“, der am 21. April von Ordensniederlassungen im ganzen Bistum aufgegriffen wird. „Die Menschen“, meint die Dillinger Franziskanerin, „sollen sehen, dass wir als Ordensleute durchaus Zukunft haben und kein Auslaufmodell sind. Gerade wenn es an die Ränder geht, haben Orden durch ihre weltweiten Vernetzungen ein unheimliches Potential“. 

Gabi Gess, Kirchenzeitung Nr. 2 vom 14. Januar 2018

Nähere Informationen gibt es im diözesanen Ordensreferat unter „bgevich(at)bistum-eichstaett(dot)de

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Kirchenzeitung - Ausgabe Nr. 16 vom 22.04.2018

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