Zum Inhalt springen
05.01.2017

Großes Lob für die Gastfreundschaft

Bischöfe erinnern sich bei Aussendungsfeier an ihre eigenen Sternsinger-Erfahrungen. Den geistlichen Würdenträgern, die bei der bundesweiten Sternsinger-Aussendung in Neumarkt dabei waren, ist die große Gastfreundschaft der Neumarkter Bevölkerung aufgefallen. Dies betonten sie übereinstimmend im Gespräch mit der KiZ.

Bischof Thomas Dabre aus Poona mit Sternsingern aus Mitteleschenbach.

„Dass eine ganze Stadt so mitfiebert, ist etwas Besonderes, ist sympathisch und ein Zeichen der Wertschätzung“, lobte etwa Prälat Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“. Mit der Vorbereitung der siebten zentralen Aussendungsfeier in seiner Amtszeit zeigte sich Krämer sehr zufrieden: „Ich bin begeistert, was hier in der Diözese  geleistet worden ist und wie viele Ehrenamtliche mitwirken.“ Dass der Gottesdienst wegen der hohen Teilnehmerzahl kurzfristig von St. Johannes in die Große Jurahalle verlegt worden war, habe der feierlichen Stimmung keinen Abbruch getan: „Es war großartig“.

Dass das Münster St. Johannes zu klein wurde, „das liegt an uns“, scherzte der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer. Weil es von Neumarkt nach Regensburg nicht weit sei, „haben wir gesagt, wir schließen uns mit unserer diözesanen Aussendungsfeier gleich an“. Im vergangenen Jahr hatten sich die Regensburger nach Osten gewandt und eine gemeinsame Eröffnungsfeier mit der tschechischen Nachbardiözese Pilsen organisiert. Dort sei der Brauch des Sternsingens noch jung und könne öffentliche Aufmerksamkeit vertragen, meint Voderholzer, den bei der Aussendung in Neumarkt besonders der lange Zug zum Rathaus beeindruckte. So ein Erlebnis lasse die Kinder und Jugendlichen erfahren, dass sie nicht allein in ihrem Engagement seien. In einer seiner früheren Pfarreien hat Voderholzer das Sternsingen eingeführt und die Gruppen auch selbst chauffiert. „Ich weiß, was es heißt, drei Tage hintereinander bis nach Sonnenuntergang unterwegs zu sein.“
Auch Bischof Stefan Oster weiß als ehemaliger Sternsinger genau, was Sache ist: „Frust, Kälte, zugeknallte Türen, massenweise Süßigkeiten, verbotener Schnaps zum Aufwärmen“, zählte der gebürtige Amberger auf, um mit breitem Grinsen hinzuzufügen: „Schee wars!“

Am Tag vor dem Treffen in Neumarkt hatte Oster in Passau die Sternsinger seiner Diözese ausgesandt und war im Kreis von 900 Mädchen und Jungen vom Dom aus durch die Stadt gezogen. „Aber heute, das war nochmal etwas Anderes“, meinte der Oberhirte, der auch deutscher Jugendbischof ist.

Mit dem Wort „unvergesslich“ beschrieb Bischof Thomas Dabre seine Eindrücke von der Sternsinger-Aussendung. „Wir in Poona sind den Sternsingern sehr dankbar für all die Hilfe, die sie unseren Kindern in den letzten 60 Jahren geleistet haben. Sie war ein Segen für viele.“ In so viel Tatkraft erkenne er die Freude des Glaubens, lobte Dabre. Bischof Gregor Maria Hanke sagte der KiZ: „Ich bin richtig überwältigt, innerlich froh und dankbar für diese wunderschöne Feier, für die große Zahl an Sternsingern.“ Und es seien noch weit mehr, die draußen in den Pfarreien „den Segen in die Häuser bringen und sich der Menschlichkeit verschreiben“.

Auch der Weltkirche-Beauftragte des Bistums Eichstätt, Domkapitular Prälat Christoph Kühn, zollte den Organisatoren Lob: „Ein tolles Fest, das unsere Kinder und Jugendlichen auf fröhliche Weise hineinnimmt in das weltkirchliche Engagement des Bistums Eichstätt.“ Dieses beschränke sich nicht auf die Partnerdiözesen, sondern beinhalte auch Projektarbeit in vielen anderen Ländern.
Neben dem Referat Weltkirche hatten unter anderem das Ministrantenreferat, die Neumarkter Münsterpfarrei, der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und die Stabsstelle Medien und Öffentlichkeitsarbeit bei der Vorbereitung der Aussendung mit dem Kindermissionswerk zusammengearbeitet.

Gabi Gess, Kirchenzeitung Nr. 2 vom 8.1.2017

Beitrag als PDF

Kontakt / Abo

Kirchenzeitung für das Bistum Eichstätt
Verlag und Redaktion
Sollnau 2, 85072 Eichstätt
Tel. (08421) 50-810
Fax (08421) 50-820
verlag(at)kirchenzeitung-eichstaett(dot)de
redaktion(at)kirchenzeitung-eichstaett(dot)de

Bezugspreise: Durch die Agentur (Pfarramt) monatlich 7,00 € (5,90 € einschl. 7 % MWSt. + 1,10 € Zustellgebühr); durch die Post monatlich 7,80 €; Einzelnummer 1,70 €.