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31.03.2021

Post zu Ostern mit froher Botschaft - BDKJ Ingolstadt verteilt 2.000 Pakete mit Kerzen, Kresse-Samen und Impulsheft

Um in Zeiten, in denen ein Osterfest, „wie es sonst immer war“, nicht möglich ist, dennoch „ein wenig Osterstimmung“ zu verbreiten, haben sich Jugendliche und junge Erwachsene in Ingolstadt etwas einfallen lassen: Ein Osternest für daheim. Im Vorwort des Begleithefts dazu heißt es: „Auch in Zeiten von Corona soll uns das Osterfest neuen Mut geben.“

Post zu Ostern mit froher Botschaft und mit Segen des Dekans

Dekan Bernhard Oswald segnete in den Räumen der Jugendstelle Ingolstadt die Osterkerzen und auch die Salztütchen.                          Fotos: vb

Mit Segen des Dekans

Mehrmals in der Woche schalteten sich die Vorstandmitglieder des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Dekanat Ingolstadt per Zoom zusammen. In den Videokonferenzen planten sie ihre Osteraktion. Am Ende füllten sie in Heimarbeit 2.000 DIN A5-große Tüten, die sie an Pfarreien und Einzelpersonen rechtzeitig bis zum Beginn der Karwoche verteilten. Ihre Motivation: „Wir haben gemerkt, dass es den Leuten gut tut, wenn an sie gedacht wird, wenn das, was ausfällt, doch irgendwie zu Hause gefeiert werden kann“, erklärten Lisa Stachel, Felicitas Löhlein und Stefan Eberl im Videointerview mit der Kirchenzeitung. Zusammen mit weiteren Vorstandsmitgliedern des BDKJ sowie Stadtjugendseelsorger Hubert Solfrank und Jugendreferent Marco Böhm setzten sie das Projekt um. Schon im Dezember vorigen Jahres hatten sie eine ähnliche Aktion zum Sternsingen gestartet. Damals gab es Tütchen mit Weihrauch, Kohle, Kreide, einem Segensaufkleber, einer Postkarte und dem Spendenaufruf für das „Dreikönigssingen“. 1.300 Mal lieferten sie diese Pakete unter dem Motto „Segen daheim“ aus. Bestellungen seien schwerpunktmäßig aus dem Bereich des Dekanats Ingolstadt aber auch aus anderen Teilen des Bistums (und darüber hinaus) gekommen, verriet Stefan Eberl. Die Aktion sei so gefragt gewesen, dass am Ende nicht alle Interessenten bedient werden konnten. Der BDKJ entschied: An Ostern bieten wir etwas Ähnliches an. 

Das „Osternest für daheim“ sollte aber alles andere als „eine kunterbunte Mischung“ sein. Den Verantwortlichen war ein Rahmen, eine Art „roter Faden“ wichtig. So gehört neben den handfesten Dingen ein zwölf Seiten dickes Heft zum Paket. Darin unter anderem: Gottesdienstvorlagen für die Osternacht und den Ostersonntag sowie eine Anleitung zur Speisensegnung. Dazu gibt es Hinweise auf lokale Streaming-Angebote, auf den „Urbi et orbi“-Ostersegen des Papstes im Fernsehen und Beichtangebote. Der BDKJ lädt zudem zu einem Osterspaziergang ein. Dabei „können wir zusehen, wie alles zum Leben erwacht und so das Osterwunder miterleben“, schreiben die Jugendlichen. 

Bestandteile des Osternests sind weiter eine Tüte mit Kresse-Samen und ein Wattepad zur Aussaat. Das Osterfest mit der Auferstehung sei auch ein Zeichen, dass neues Leben entsteht, dass etwas aufblüht“ (siehe auch Beitrag S. 5). Nicht fehlen dürfen eine Osterkerze und eine kleine Tüte mit Salz.

Ingolstadts Dekan Bernhard Oswald segnete in den Räumen der Jugendstelle die vielen Kartons mit den Inhalten des Osternests. Er begrüßt die Aktion genauso wie Stadtjugendseelsorger Hubert Solfrank. „Wir dürfen stolz und dankbar sein, dass sich diese jungen Leute in unserer Kirche engagieren, trotz aller Kritik und den Widerständen, die Kirche und kirchliche Entscheidungen erzeugen“, lobt der Pastoralreferent das Engagement der Jugend. Sie gestalteten nicht nur die Zukunft, sondern auch die Gegenwart kirchlichen Lebens maßgeblich mit.

„Das was in dieser Zeit gerade alles wegbricht, können wir vielleicht ein wenig auffangen mit diesem Osternest“, sagt Löhlein. Ihr Vorstandskollege Eberl sieht ein verbindendes Element in den 2.000 Paketen: Jeder erhalte das gleiche, jeder könne sich somit mit den anderen verbunden fühlen. „Das stiftet Gemeinschaft“, ist der 23-Jährige überzeugt.

Als kleine Belohnung wartet im Paket Schokolade auf die Empfänger.Diese könne im „Osternest“ versteckt
werden, empfiehlt der BDKJ. Wenn die Kresse nach etwa einer Woche gewachsen sei, biete sie Platz für die Süßigkeiten, heißt es im Osternest-Bausatz.

Die 2.000 Pakete sind alle kostenlos verteilt oder verschickt worden. Die Finanzierung hat der BDKJ über-nommen. Er hofft jedoch auf Unterstützung durch die Jugendstiftung und den Innovationsfonds der Diözese. Die Anträge sollen über die Jugendstelle rausgehen, erzählt Eberl.

Und auch wenn derzeit keine Gruppenstunden oder andere Aktivitäten möglich sind, wird den BDJK-Mitgliedern nicht langweilig. Sie stehen bereits in den Startlöchern, um eine Pfingstnovene für zuhause  vorzubereiten. Die gibt es übrigens jedes Jahr, nicht nur in Pandemie-Zeiten.

Andrea Franzetti
 


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Kirchenzeitung - Ausgabe Nr. 16 vom 18. April 2021

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