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23.08.2019

„Schönste Blume im Garten Gottes“ Am 15. August versammelten sich in den Marienwallfahrtsorten der Diözese viele Gläubige

In zahlreichen Gotteshäusern im Bistum feierten die Gläubigen an Mariä Himmelfahrt Patrozinium: an großen Wallfahrtsorten wie dem Habsberg, in kleinen Dorfkirchen, aber auch im Eichstätter Dom.

Dort erinnerte Bischof Gregor Maria Hanke beim Pontifikalamt daran, dass das Sterbebett und das Grab Mariens nicht die letzte Station seien, sondern Durchgang und Vollendung des Lebens, hinein in die Arme Gottes.

Foto: pf/Schneid

Vor der Wemdinger Wallfahrtsbasilika Maria Brünnlein konnten sich die Gottesdienstbesucher bei Sabine Rösch (r.) und Renate Kerzel vom örtlichen Frauenbund ein Kräuterbüschel aussuchen. Foto: pf/Schneid

Das gesamte Leben Mariens sei geprägt gewesen von Liebe. Durch ihre Liebe habe sie erst ermöglicht, dass Gottes Wort in der Welt „Fleisch geworden ist“.

Den Gottesdienst gestaltete ein „Ferienchor“ der Eichstätter Dommusik. Mit dabei war auch zum letzten Mal der scheidende Domkapellmeister Christian Heiß. Auch für Dompropst Isidor Vollnhals war es die letzte Messfeier im Eichstätter Dom in seiner Funktion als Generalvikar. Zu Gast im Gottesdienst war eineDelegation des Verbands COSRA aus Ghana (mehr dazu auf S. 31).

 

„Maria, das beste Navi“

Der Gastprediger auf dem Habsberg, Bambergs Erzbischof Ludwig Schick, gratulierte beim Festgottesdienst anlässlich des Patroziniumfestes der Gnadenkapelle zum Jubiläum „250 Jahre Wallfahrtskirche Habsberg“ und rief die Gläubigen dazu auf, diese tiefe Tradition des Glaubens nun auch in die Zukunft zu tragen.„Das ist unser Auftrag und unsere Berufung als Glaubende“, sagte der Erzbischof zu den Gläubigen, über deren große Zahl sich Wallfahrtsrektor Dekan Elmar Spöttle sehr freute. Er dankte den Musikanten der Blaskapelle Berngau ebenso wie den Frauen aus den umliegenden Orten des Habsbergs. Diese hatten zum „Frauentag“ wieder über 200 Kräuterbüschel gefertigt, die dann von den Ministranten zum Kauf anboten wurden. Am Nachmittag schloss sich eine weltliche Feier an, das traditionelle Habsberger Bergfest.

Auf stolze 550 Kräuterbüschel brachten es die fleißigen Damen des katholischen Deutschen Frauenbunds (KDFB) Wemding. Gegen eine Spende boten sie die Gebinde an der Stadtpfarrkirche, der Karmelitinnenkirche und vor allem auch vor der Wallfahrtsbasilika Maria Brünnlein an. Wallfahrtsrektor Norbert Traub bezeichnete diese Tradition als Zeichen des Lebens und der Spuren Gottes in der Schöpfung, „die hinweisen auf die schönste Blume im Garten Gottes, auf die Jungfrau Maria“. Die Gläubigen seien wie „Blumenkinder, die die Liebe Gottes im Herzen tragen dürfen, die Blumen zu Ehren Mariens in ihren Händen!“

Trotz durchwachsenen Wetters kamen etwa 600 Pilger aus ganz Bayern zum Schönstattzentrum am Canisiushof bei Kösching, um den Festgottesdienst zu Ehren der Himmelfahrt Mariens zu feiern. Pünktlich zum Beginn der Heiligen Messe versiegten die letzten Regentropfen. Das Navi, auf das heute kaum ein Autofahrer mehr verzichten will, hatte Pfarrer Adolf Schöls aus Nittenau als Aufhänger für seine Predigt gewählt: Per Satellit weise das Navi uns in Sekundenschnelle den richtigen Weg zum Ziel. Am Fest Mariä Himmelfahrt feierten die Gläubigen, dass Maria ihr Ziel erreicht habe und bei Gott angekommen sei. „Sie war gleichsam in stetem WLAN-Kontakt mit Gott. Sie ist das beste Navi, das uns sicher zu unserem Ziel führt.“ 

Die Möckenloher Bläser umrahmten den Festgottesdienst, bei dem Domkapitular Alfred Rottler aus Eichstätt Hauptzelebrant war. Nach der Segnung der Kräuterbüschel spendete Neupriester Sebastian Braun aus Berching den Primizsegen. Inzwischen hatten viele fleißige Helfer beim Tagungshaus alles für das leibliche Wohl vorbereitet. Bei Kaffee und Kuchen, Würstchen und Steaks saßen die Wallfahrer bei angenehmen Temperaturen gemütlich beisammen, bis am späten Nachmittag wieder Regen einsetzte. 

 

Buchenhüll und Linden

Am Festtag Mariä Himmelfahrt wurde auch in den Wallfahrtskirchen in Altendorf bei Mörnsheim und in Batzhausen Patrozinium gefeiert. Zum kleinen Gotteshaus Maria Hilf am Ortsrand von Berching zogen nach alter Tradition die Altötting-Wallfahrer der „Beilngrieser Gruppe“. Sie gedachten im Gottesdienst besonders ihrer verstorbenen Wallfahrer und dankten der Gottesmutter für den guten Verlauf der jüngsten Wallfahrt. Im kleinen Juradorf Linden bei Greding ist der Frauentag am 15. August jedes Jahr ein Großereignis, zu dem zahlreiche Wallfahrergruppen ziehen.

In der Wallfahrtskirche Buchenhüll begann mit dem Patrozinium Mariä Himmelfahrt der sogenannte „Frauendreißiger“, eine 30-tägige Zeit der besonderen Marienverehrung. Besonders gut besucht war heuer das Patroziniumsfest im Ingolstädter Liebfrauenmünster: Es war der erste Gottesdienst nach dem Brand in einer Seitenkapelle am 22. Juli.

Gabi Gess


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Kirchenzeitung - Ausgabe Nr. 37 vom 15. September 2019

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