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23.02.2018

Umkehr in allen Bereichen des Lebens

Der Aschermittwoch der Künstler und Publizisten fand heuer in Roth statt

 

Asche auf mein Haupt – so eine oftmals lässig bis fahrlässig dahingesagte Selbstbezichtigung. Für Christen wird dieses Bild im geflügelten Wort zur Realität an jedem Aschermittwoch, wenn ihnen das Aschenkreuz aufgelegt wird, als Erinnerung und Mahnung angesichts der Vergänglichkeit alles Irdischen.

 

In der Kulturfabrik kam das Opernschauspiel „Die Botschaft des Franziskus“ zur Aufführung. Foto: Heberling

Thema Finanzaffäre

„Asche liegt auf uns“ mit diesem Satz begann auch das Grußwort des Eichstätter Bischofs Gregor
Maria Hanke zu Beginn der Wort-Gottes-Feier in der Pfarrkirche Mariä Aufnahme in den Himmel in Roth. Er bezog diese Feststellung auf die unlängst bekanntgewordenen Fakten zu der Finanzaffäre im Bistum Eichstätt, die seit ihrem Bekanntwerden Anfang Februar bundesweit für Aufsehen sorgt.

Er selbst sei angesichts der Vorgänge beschämt und verstehe die Enttäuschung, die in der Öffentlichkeit herrsche. Weil ihm daran liege, das „alles ohne Wenn und Aber aufgeklärt wird“, habe er alle notwendigen Schritte eingeleitet. Wie in der Gewissenserforschung des Bußakts müssten sich alle Beteiligten fragen: „Wie konnte es dazu kommen? Was haben wir nicht gesehen, bemerkt? Welche Wege müssen wir gehen, dass so etwas nicht mehr vorkommt?“

Über den biblischen Aufruf des Propheten Joel „Kehrt um zu mir von ganzem Herzen mit Fasten, Weinen und Klagen“ und seine Bedeutung für heute, dachte Generalvikar Dompropst Isidor Vollnhals in seiner Predigt nach. Heutzutage zerreiße man sich in Zeiten des Fastens nicht mehr die Kleider als Zeichen von Klage und Trauer, so Vollnhals. Wer sich mit dem Aschenkreuz bezeichnen lasse,  zeige seine Bereitschaft zu Buße und Umkehr, die es brauche „in allen Bereichen unseres Lebens, persönlich, in der Kirche, wie auch in unserer Welt“.

Botschaft des Franziskus 

Mit der Gottesdienstfeier begann auch heuer wieder der Aschermittwoch der Künstler und Publizisten, zu dem der Eichstätter Bischof alljährlich einlädt. In diesem Jahr spielte die darstellende Kunst die Hauptrolle bei dem sehr gut besuchten Treffen. In der Kulturfabrik kam das Opernschauspiel „Die Botschaft des Franziskus“ zur Aufführung. Ein Projekt, das beim Theater für Menschenrechte
„Die Bühne“ unter der Leitung von Werner Hoffmann realisiert wurde. Die Schauspieler Hannes Seebauer und Rainer Kretschmann wurden in ihrem Dialog über das Leid in der Welt und die Hilfe durch die Botschaft des Franz von Assisi musikalisch unterstützt von
Renate Kaschmieder (Mezzosopran), Darius Siedlick (Bariton) und Paul Sturm (Klavier).

Michael Heberling, Kirchenzeitung Nr. 8 vom 25. Februar 2018

 

Beitrag als pdf

Kirchenzeitung - Ausgabe Nr. 24 vom 17.06.2018

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