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01.06.2018

Wer kennt Felix, Mauritius oder Agnes?

Kolpingjugend entwickelt Ratespiel zu Heiligengeschichten / Kinderversion geplant.

„Hals über Kopf brach er auf“, „Aufgrund einer Scheidung wurde er ermordet“ oder „Kopflos suchte er sich seinen Bestattungsort“. Hinter diesen Sätzen stecken Heiligenlegenden. 32 solcher kurzen und knappen Formulierungen finden sich auf den tiefschwarzen Spielkarten von „Holy Stories“.

Foto: Franzetti

Holy Stories: Das neue Kartenspiel der Kolpingjugend Eichstätt. Foto: Franzetti

Die Idee zu diesem besonderen Heiligen-Spiel hatten Mitglieder der Kolpingjugend. Bei einer Klausurtagung des Diözesanverbands „war das zuerst als Scherz gemeint“, blickt Christoph Geitner auf die Entstehung vor knapp drei Jahren zurück. Doch der Gedanke, etwas zu Heiligengeschichten zu machen, um diese besser kennenzulernen, blieb, und am Abend des Klausurtags, griffen die Jugendlichen den Faden wieder auf. Am Ende bildete sich ein Holy Stories-Team. Bei einigen Treffen und vor allen Dingen im Austausch via E-Mail entwickelten die Kolpingjugendlichen ein Konzept für ihr Spiel und suchten sich vor allen Dingen aus der langen Liste der Heiligen solche aus „mit spannenden Geschichten und die nicht jeder kennt“, verrät Barbara Geitner vom Diözesanvorstand. Nikolaus, Willibald oder Martin finden sich demnach nicht unter den 32 Namen, die es letztlich in die Endversion des Kartenspiels geschafft haben. Dafür sind Christina von Bolsena, Sophia von Rom oder auch Julia von Korsika mit dabei. Als einziger Nicht-Heiliger sticht Adolph Kolping hervor. Als Patron der Kolpingsfamilie durfte der Selige natürlich nicht fehlen. Auf der Kartenvorderseite ist eine Tafel abgebildet und der Hinweis „Der zweite Bildungsweg brachte ihm Erfolg“.

Anhand dieser und der anderen Aussagen müssen die Mitspieler erraten, um welchen Heiligen, oder aber eben Seligen, es sich handelt. Ein Spieler, er wird „Scheinheiliger“ genannt, liest einen der Hinweistexte vor. Alle anderen Spieler müssen nun mit Ja- und Nein-Fragen versuchen, herauszufinden, wer gesucht ist. „War der Heilige ein Mann?“ „Lebte er vor mehr als 1.000 Jahren“ oder auch „Starb er als Märtyrer“ könnten zum Ergebnis führen. Allerdings sind unter den gesuchten Heiligen wirklich einige wenig Bekannte oder Spezielle dabei.

Den Kolpingjugendlichen ging es zum einen darum, ein attraktives Spiel zu schaffen, zum anderen aber auch um eine Auseinandersetzung mit Heiligen ganz allgemein. Das sei doch ideal für die katholische Jugendarbeit, glauben die Geitner-Geschwister.

Jedes Mitglied des Holy Stories-Teams steuerte vier bis fünf Geschichten bei. Als Korrektor wirkte der stellvertretende Präses, Domvikar Christoph Wittmann, mit. Das Layout der Spielkarten übernahm Barbara Geitner. Inspiriert sind die „Holy Stories“ von sogenannten Black Stories. Dabei gilt es mit kurzen Hinweistexten einen Mörder zu finden oder zu erraten, was überhaupt passiert ist. Da das Kolping-Spiel viele eher gruselige und blutrünstige Geschichten von Heiligen aufweist, planen die Geitners eventuell noch eine Kinderversion.

Andrea Franzetti, Kirchenzeitung Nr. 22 vom 3. Juni 2018

„Holy Stories“ kostet zehn Euro (plus Versand) und ist erhältlich über die Kolpingjugend Eichstätt, Tel. 08421/50581, E-Mail: „kolpingjugend@bistum-eichstaett.de“ und unter „www.holystories.de“. Die Kirchenzeitung für das
Bistum Eichstätt verlost zudem ein Exemplar. Schreiben Sie bis 14. Juni an die Kirchenzeitung, Sollnau 2, 85072 Eichstätt, E-Mail: „verlag@kirchenzeitung-eichstaett.de“, Stichwort „Holy Stories“.

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Kirchenzeitung - Ausgabe Nr. 32/33 vom 12./19.08.2018

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