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29.06.2018

Wieder unter stabilem Kirchendach

Gläubige der Pfarrei Maria Königin in Kornburg konnten renoviertes Gotteshaus beziehen

Eigentlich sollte die Kirche Maria Königin vor zweieinhalb Jahren nur neu gestrichen werden – kleine Reparaturen, nicht mehr. Parallel wurde eine Nachberechnung der Statik in Auftrag gegeben. Ergebnis: das Gotteshaus ist einsturzgefährdet und muss geschlossen werden. Ein Paukenschlag für Pfarrer und Gemeinde, die in der Folge ab Oktober 2016 ihre Gottesdienste in den Pfarrsaal verlegten.

Foto: Pilz-Dertwinkel

BU: Rund eineinhalb Jahre blieb die Pfarrkirche Maria Königin geschlossen. Bei einer Nachberechnung der Statik hatte sich herausgestellt, dass dem Gotteshaus Einsturzgefahr droht. Foto: Pilz-Dertwinkel

Umso größer war jetzt die Freude über das Ende der Notmaßnahme und der damit verbundenen Improvisation. Zum Festgottesdienst anlässlich der Wiedereröffnung der frisch renovierten Pfarrkirche kam Bischof Gregor Maria Hanke. Und anschließend wurde gemeinsam fröhlich das Pfarrfest gefeiert.

„Kühne Statik“

Mit der Grundsteinlegung 1958 begannen die Baumaßnahmen für eine katholische Kirche in Kornburg, die Notkirche war auf Grund des starken Zuzugs von Vertriebenen in den Süden Nürnbergs zu klein geworden. 1959 erfolgte durch Bischof Dr. Joseph Schröffer die Weihe. Zehn Jahre später wurde die Kuratie zur selbstständigen Pfarrei erhoben.

„Eine kühne Statik“ bescheinigt Architektin Barbara Geißel, deren Büro die Renovierung durchgeführt hat, dem Kornburger Kirchbau heute. Es war eine mühsame Arbeit, bis alle Pläne und Unterlagen verfügbar waren, um mit der dringend notwendigen Sanierung beginnen zu können. Weil, wie die Berechnungen ergeben hatten, die verwendeten Holzträger extrem überlastet waren, mussten zur Ertüchtigung der Dachkonstruktion zusätzlich Stahlfachwerkträger eingezogen werden. Im Zuge  dieser Arbeiten wurden der Innenraum der Kirche renoviert, Elektroleitungen und Beleuchtung erneuert, Brandschutzmaßnahmen  ausgeführt. Weitere Maßnahmen waren die Restaurierung der Orgel, Lüftungseinbau an Seitenaltären und die Errichtung einer Werktagskapelle.

Die komplette Kirche inklusive restauriertem Mosaik im Altarraum erstrahlt in neuem Glanz, einige Restarbeiten im Außenbereich stehen noch an. Mit einer Million Euro schlagen die Arbeiten zu Buche. Dankbar sind die Kornburger, dass das Bistum mit 700.000 Euro den Löwenanteil übernimmt. Den Rest muss die Gemeinde selbst aufbringen und hat deshalb zu Spenden aufgerufen. Bislang sind gut 60.000 Euro eingegangen.

„Das Haus Gottes ist renoviert“, stellte Bischof Gregor Maria im Gottesdienst zur Wiedereröffnung fest und wünschte sich, dass dort die Nähe Gottes erfahrbar werden möge, dies sei der Sinn eines Kirchenraumes. Den Beginn seiner Predigt widmete der Bischof den Kindern, die er zu sich nach vorne holte. Er lenkt ihren Blick auf das Kreuz an der Wand. „Jesus macht die Arme weit“, erklärte er ihnen, „er will uns umarmen, er wartet auf uns“. Um dies zu erleben, seien sie eingeladen, immer wieder in die Kirche zu kommen.

Ulrike Pilz-Dertwinkel/gg, Kirchenzeitung Nr. 26 vom 1. Juli 2018

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Kirchenzeitung - Ausgabe Nr. 38 vom 23.09.2018

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