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29.12.2021

Brief statt Empfang: Es gilt das geschriebene Wort

Gebet

Eichstätt (vb/hebe) Er habe gehofft, „dass es im neuen Jahr wieder möglich sein würde, nach Eichstätt einladen zu können“, schreibt der Diözesanratsvorsitzende Christian Gärtner in einem Brief, der in den letzten Tagen des vergangenen Jahres veröffentlicht wurde: „Wir hatten schon mit den ersten Vor-bereitungen begonnen, aber dann hat uns die dramatische Entwicklung der Infektionszahlen wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht. Schweren Herzens verzichten wir deshalb schon zum zweiten Mal auf unseren Neujahrsempfang“.

Gärtner schreibt: „Die Pandemie führt uns die Verletzlichkeit unserer Welt deutlich vor Augen“ und ermutigt dazu, den dadurch verstärkten „zentrifugalen Tendenzen in unserer Gesellschaft, die von der Angst profitieren“, als Christen „eine Botschaft der Solidarität und Zuversicht, die sich ‚Trauer und Angst, Freude und Hoffnung‘ aller Menschen zu eigen macht“, entgegenzusetzen. In der gegenwärtigen Situation könne man diese Solidarität vor allem mit den Kranken, den Kindern und all denen, die sich nicht impfen lassen können, dadurch konkret werden lassen, „dass wir uns alle impfen lassen, solange nicht wirklich zwingende Gründe dagegenstehen“.

Der richtige Weg

Gärtner erinnert auch an die „existentiellen Herausforderungen, vor denen wir als Menschheit stehen“, Es gebe keine einfachen Lösungen, „egal, ob es um die Pandemie geht, die gerechte Verteilung der Güter dieser Welt, die Sicherung des Friedens unter den Völkern oder den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen“. Die Menschen blieben darauf angewiesen, „miteinander um den richtigen Weg zu ringen, auch auf die Gefahr hin, Fehler zu machen“. Dieses Miteinander-Ringen um die besten Lösungen setze Freiheit voraus, außerdem die Bereitschaft, mit allen Menschen guten Willens vorurteilsfrei zusammenzuarbeiten und die „Gabe der Unterscheidung, dass wir unser Handeln nicht von Vorurteilen und falschen Rücksichten leiten lassen“. Ganz so, wie es im Gebet für die Synode „Adsumus Sancte Spiritus“ formuliert sei, das er seinen Leserinnen und Lesern auf den Weg in das neue Jahr mitgeben möchte (siehe Kasten).

Eine synodale Kirche

Gärtner: „Mit diesem Gebet gehen wir als katholische Kirche in Deutschland weiter auf dem Synodalen Weg und befinden uns in dem von Papst Franziskus initiierten weltweiten Prozess ‚Für eine synodale Kirche‘, um die nötige Glaubwürdigkeit wieder zu gewinnen, mit der wir unserem eigentlichen Auftrag gerecht werden können: als Gemeinschaft der Glaubenden die Frohe Botschaft von der Liebe Gottes und den Auftrag, jeden Nächsten zu lieben, beispielhaft vorzuleben, um so zu bezeugen, wie wir Menschen in Frieden miteinander und mit der Schöpfung leben können.“

Michael Heberrling


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