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15.12.2021

Das war 2021 im Bistum Eichstätt

Trotz Pandemie in Verbindung geblieben

„Mission W“ lautete Anfang Juli das Motto des dezentralen Minitags in der Willibaldswoche. Unser Bild entstand in Pollenfeld. Foto: vb

Angst oder Aufbruch? Zweifel oder Zuversicht? Das Jahr 2021, das zweite im Zeichen von Corona, war für viele Menschen ein Wechselbad der Gefühle. Es hat Gräben vertieft in Gesellschaft und Kirche, hat durch Naturkatastrophen vor Augen geführt, dass der Klimawandel real ist. Es war aber auch ein Jahr, das viele Kräfte und Ideen freisetzte.

Januar 

Sternsingen in Corona-Zeiten: Statt in ihren bunten Gewändern durch verschneite Straßen zu ziehen und an den Haustüren zu klingeln, können die jungen Spendensammlerinnen und -sammler nur in kleinen Delegationen im Gottesdienst erscheinen. In den Altenheimen des Bistums beginnen die Corona-Impfungen. Die Kolpingsfamilie Eichstätt nimmt in Kooperation mit den Stadtwerken eine Strom-Tankstelle in Betrieb.

Februar 

Der Diözesanrat bezieht Stellung in Sachen „Mimi T.“ Er setzt sich für die Rückholung der kranken Äthiopierin ein, die aus der Eichstätter Abschiebeanstalt nach Addis Abbeba gebracht worden war. Schock für den Ingolstädter Pfadfinderstamm „Münsterritter“: Seine Vereins-Hütte brennt komplett nieder. Das Baugerüst des Eichstätter Doms wird zur Ausstellungsfläche für das Misereor-Hungertuch. In der Berchinger Pfarrkirche zelebriert Bischof Gregor Maria Hanke einen Gedenkgottesdienst für die Corona-Toten. Die Beiträge zum diözesanen Kunstwettbewerb „Wandel – Wandlung“ sind nur online zu sehen.

März 

„Um Himmels Willen nicht verkaufen“, steht auf den Protestplakaten einer Bürgerinitiative, die sich dafür stark macht, das die romanische Altenfurter Rundkapelle samt umliegendem Areal in Kirchenbesitz bleibt. Mehr als 1.300 Unterschriften werden gesammelt. Von blühenden Wiesen träumen die Minis. Sie starten mit Unterstützung des Referats Weltkirche eine „Saatgut-Challenge“. Der dritte Kindergarten-Trägerverband des Bistums wird in der Oberpfalz gegründet. Rund um den Josefstag gibt es Aktionen zum Gedenkjahr, das Papst Franziskus dem Ziehvater Jesu 2021 widmete.

April 

Wegen pandemiebedingter Ausgangssperren beginnt die Osternacht früher als gewohnt. Ehrenamtliche bringen geweihte Speisen zu Alten und Alleinstehenden. Eine vom Diözesanrat organisierte Podiumsdiskussion zum Synodalen Weg wird live aus Plankstetten übertragen. Auf der Wülzburg bei Weißenburg startet mit einem ökumenischen Gottesdienst die „Woche für das Leben“.Michael Krämer aus Nürnberg-Eibach empfängt die Priesterweihe.

Mai 

Überall werden Corona-Teststationen eröffnet, oft unter Regie der Malteser des Bistums. Für den arbeitsfreien Sonntag wirbt die KAB der Diözese und startet ihr Projekt „Picknickdecke“. Solidarität mit dem Partnerbistum Poona und mit ganz Indien, wo Corona wütet: Frauenbund, Klerusverein und viele andere folgen dem Spendenaufruf des Referats Weltkirche. Prof. Gabriele Gien wird wiedergewählt zur Präsidentin der KU, die kurz zuvor zur beliebtesten Uni Deutschlands gekürt worden war.

Juni 

Frohe Nachricht für alle, die gern im Gottesdienst ihre Stimme erklingen lassen: Gemeindegesang ist wieder erlaubt. Breites Spektrum bei der Vollversammlung des Diözesanrats: Der Amtschef des Bistums, Thomas Schäfers, informiert über den zu Jahresbeginn gestarteten Strategieprozess, der per Video zugeschaltete scheidende Caritas-Präsident Peter Neher nimmt zur Debatte über selbstbestimmtes Sterben Stellung. Das Bistum setzt eine eigene Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs ein. 

Juli

„In Verbindung bleiben“ lautet das Motto der Willibaldswoche, die in allen Dekanaten begangen wird. Mit Feiern für Ehejubilare und einem dezentralen Minitag, mit Sternpilgern zum Rothsee, einer Lichternacht in Stopfenheim, einem Walburga-Projekt der Frauenpastoral und Vielem mehr. Seit langem erlaubt, nun endlich möglich: Das kirchliche Rahmenprogramm auf der Landesgartenschau Ingolstadt startet. Bischof Hanke weiht eine neu errichtete Kapelle auf dem Auerberg bei Greding. In Freystadt überreicht Generalvikar Pater Michael Huber frisch ausgebildeten Leiterinnen und Leitern von Wort-Gottes-Feiern die bischöfliche Beauftragung. 

August

Um das Thema Frieden und Versöhnung dreht sich ein Workshop im kirchlichen Rahmenprogramm der Landesgartenschau Ingolstadt. Der Eichstätter Arbeitskreis für Gerechtigkeit und Frieden vergibt seinen renommierten Shalom-Preis nach Tansania. Wenig später feiert er sein 40-jähriges Bestehen. Der Erlös von so mancher Kräuterbüschel-Aktion geht an die Opfer der Flutkatastrophe in Westdeutschland.

September 

Zu den Schätzen des „Immateriellen Kulturerbes“ zählen fortan die Verehrungspraktiken der heiligen Walburga. Bayerns Heimatminister Albert Füracker übergibt die zugehörige Urkunde persönlich in der Eichstätter Abtei St. Walburg. Die Auftaktveranstaltung zum DJK-Bundessportfest findet in Schwabach statt. Dort sollen die Spiele im Juni 2022 über die Bühne gehen. Klimabotschafter zu Gast beim Bischof: Die Bewegung „Christians for Future“ mahnt zur ökologischen Umkehr. Diese ist auch Thema beim Diözesanen Schöpfungstag in Heidenheim.

Oktober

Beim Innovationstag des Bistums in Gunzenhausen werden frische pastorale Ideen präsentiert, darunter auch das szenische Konzert „Jona und der Weg nach Ninive“. Eine diözesane Delegation fährt zum Synodalen Weg nach Frankfurt. Kurz darauf ist in der Schutzengelkirche Eichstätt diözesaner Auftakt zur Weltsynode.

November

Das Bistum gründet seine vierte Kita-Trägergesellschaft. Die „Katholische Kindertageseinrichtungen Altmühlfranken-Nordschwaben“ vereint als gemeinnützige GmbH 14 Einrichtungen. Corona und kein Ende: Wegen steigender Fallzahlen werden Krippenausstellungen erst gar nicht aufgebaut. Der Bischof appelliert an die Gläubigen: „Lassen Sie sich impfen!“ Über tragfähige Pastoral wird beim ersten Neumarkter  Dekanatsforum nachgedacht. 

Dezember 

Hell leuchtende Botschaften: Mitte des Monats wird das Friedenslicht aus Betlehem ausgesandt. Das Bistum beteiligt sich auch am weltweiten Kerzenleuchten zum Gedenken an verstorbene Kinder. Und es heißt: „Kandidaten,  bitte melden!“ Denn im Frühjahr 2022 stehen Pfarrgemeinderatswahlen an.

Gabi Gess


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Ausgabe Nr. 33/34 vom 14./21. August 2022

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