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21.04.2022

Durchbruch bei Sanierungsarbeiten am Eichstätter Dom

Neuer barrierefreier Zugang mit Aufzug im Eichstätter Dom

Präsentieren stolz das Modell des neuen barrierefreien Zugangs: (Abb. o. v. l.) Domkapitular Reinhard Kürzinger, Claudia Fischer vom Staatlichen Bauamt, die Architekten Herrmann Keim und Werner Prokschi und Pfarrer Alfred Grimm, Diözesanverantwortlicher für inklusive Pastoral. Foto: Heberling

Eichstätt (hebe/pde) Wenn im Eichstätter Dom nach Abschluss aller Sanierungsarbeiten ab Ostern 2024 wieder Gottesdienste gefeiert werden, müssen gehbehinderte Mitmenschen mit Rollatoren oder Rollstühlen nicht mehr vom Süden her übers Mortuarium „durch die Hintertür“ ins Gotteshaus kommen. Für einen barrierefreien Zugang vom Domplatz her hat man jetzt im Nordquerhaus ein seit rund 50 Jahren vermauertes Portal wieder geöffnet. Nachdem die Denkmalpflege zugestimmt hat, kann nun mit dem Bau eines bequem zu bedienenden Aufzugs mit elektrifizierter Tür begonnen werden, der die eineinhalb Meter Höhenunterschied zwischen Domplatz und Innenraum überwinden hilft. „Wir konnten hier nicht mit Rampen arbeiten“, erklärt Architekt Hermann Keim bei einem Pressetermin. „Ein Aufzug ist das einzige, was man hier alleine ohne Begleitperson benutzen kann.“ Im Inneren entsteht ein Holzkubus, der in seiner Gestaltung weder mit der Altarinsel noch mit dem unweit stehenden Pappenheimer Altar optisch in Konkurrenz treten wird. Domkapitular Reinhard Kürzinger, „Summus Custos“ des Eichstätter Doms, betont: „Es wird ein neues Element, denn verstecken kann man ihn nicht“. Claudia Fischer vom Staatlichen Bauamt Ingolstadt lässt nicht unerwähnt, dass die Eichstätter Kathedrale „eine der wenigen Kirchen in Deutschland mit einem solch komfortablen Eingang“ sein wird.

Begrüßt wird der barrierefreie Zugang auch von Alfred Grimm, dem Diözesanverantwortlichen für inklusive Pastoral: „Die Kirche setzt damit ein deutliches Signal. Ich hoffe, dass andere Pfarrgemeinden im Bistum dies als Vorbild nehmen und vermehrt Menschen mit Beeinträchtigungen in den Blick nehmen.“ Auf seiner Wunschliste stünden allerdings noch die Verbesserung der Induktionsanlage für Hörbehinderte und eine bessere Beleuchtung, sagt Grimm. Laut Domkapitular Kürzinger ist der Einbau eines Aufzugs auch eine kirchenpolitische Entscheidung: „Wir denken dabei auch an die vielen älteren Menschen und die Familien mit Kinderwägen“.

Die Kosten für den barrierefreien Zugang betragen rund 380.000 Euro, sie werden von der Diözese übernommen. 80.000 Euro müssen über Spenden finanziert werden.

Weitere Info unter: Domsanierung


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