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08.12.2021

Ein Weihnachtsbaum fürs ganze Dorf in Rapperszell

An der Kapelle St. Willibald und Walburga leuchtet es hell in den Advent

Stimmungsvolle Adventsatmosphäre: Weithin sind die Lichter des Baumes in der schneebedeckten Landschaft zu sehen. Foto: Karl

An der Kapelle St. Willibald und Walburga leuchtet es hell in den Advent.

So schee ist unser Baum, so schee!“ Die Augen der vierjährigen Franziska Karl strahlen mit den glänzenden Kugeln um die Wette, als sie stolz ihr Werk betrachtet. Gemeinsam mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder Ferdinand hat sie voller Liebe und Sorgfalt den eigens für die Advents- und Weihnachtszeit an der Kapelle der Familie Reindl aufgestellten Tannenbaum geschmückt. Jedes Stück wurde von ihr mit Bedacht gewählt und andächtig an den grünen Zweigen platziert. 

Willibald und Walburga

Erbaut wurde die dem heiligen Willibald und der heiligen Walburga geweihten Kapelle in den 1990er-Jahren von Willibald Reindl, Franziskas Großvater. Die Namen der Bistumsheiligen haben Tradition in der Familie, deswegen war es ihm schon immer ein Herzensanliegen, ihnen eine Kapelle zu errichten. Passenderweise, denn unlängst kam mit seinem jüngsten Enkel Emil Willibald wieder ein neuer Namensträger hinzu. 

Auch für die junge Generation ist der sakrale Bau von großer Bedeutung. Die Tochter der Reindls, Monika Walburga Karl, ist Floristin und dekoriert je nach Jahreszeit liebevoll das Innere der Kapelle, auch ihre beiden Kinder wurden dort getauft. Als sie letztes Jahr mit ihrer Familie zurück nach Rapperszell gezogen sind, beschlossen die jungen Karls, an der Kapelle einen Tannenbaum zu schmücken, um den Kindern den im Neubau fehlenden Baum zu ersetzen. An Heiligabend wurden dann in der Kapelle alle Kerzen angezündet und man sang gemeinsam „O Tannenbaum“. Monika schwärmt heute noch von der Atmosphäre, die fast schöner gewesen sei als die der Christmette.

Deswegen wird die neue Tradition auch heuer fortgeführt. An beiden ersten Adventswochenenden haben Monika und Tobias Karl den Baum mit ihren beiden Kindern in Vorbereitung aufs Fest dekoriert: Die Wahl fällt dabei auf Schmuck, der wind- und wetterfest ist, zudem ist ihnen wichtig, dass die Kinder ihn selbst aufhängen können. Die kleine Franziska betrachtet auch jedes Teil genau und überlegt, wohin sie noch etwas hängen könnte. „Mama, wir kommen jetzt jeden Tag und schmücken“, schlägt sie ihrer Mutter begeistert vor.

Da es an der Kapelle keinen Strom gibt, hängen diverse batteriebetriebene Lichterketten in den Zweigen. Abends ist der erleuchtete Baum von fern zu sehen, so dass alle in der Siedlung sich daran erfreuen können. Aus dem Dorf kommen viele positive Rückmeldungen zu dem liebevoll dekorierten Baum, das ein oder andere Kind hat auch selbst schon etwas an die Zweige gehängt. 

Eventuell wird, wenn die Regeln es zulassen, an Heiligabend dort ein Wortgottesdienst im Freien für die Kinder abgehalten werden. Bis dahin leuchten die kleinen Lichter des Baumes hell in die Nacht und verbreiten Vorfreude aufs Fest.

Verena Lauerer


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Ausgabe Nr. 33/34 vom 14./21. August 2022

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