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10.11.2021

Gemeinsam die Netze auswerfen

Wo stehen wir? Und was möchten wir in unserem Dekanat gemeinsam erreichen? Darüber tauschten sich 50 Delegierte im Neumarkter Johanneszentrum aus. Foto: vb/Schrödl

Beim ersten Neumarkter Dekanatsforum erkunden Haupt- und Ehrenamtliche neue Wege

Werft die Netze aus!“, so lautete das Motto des ersten Dekanatsforums, zu dem sich 50 Haupt- und Ehrenamtliche aus dem Dekanat Neumarkt im Neumarkter Johanneszentrum trafen. „Für eine bedarfsgerechtere und lebensnähere Dekanatsarbeit sorgen“, so lautete das erklärte Ziel. Pfarrer, Vertreter von Pfarrgemeinderäten, Mitarbeitende in kirchlichen Einrichtungen und Mitglieder katholischer Organisationen waren der Einladung zur Versammlung gefolgt. Die Zusammensetzung, so erläutert Dekanatsreferent Christian Schrödl, solle zum einen ein großes Dekanat abbilden, zum andern aber ein Gesprächsformat ergeben, „das in Corona-Zeiten nicht zu groß sein darf“. 

Dekan Artur Wechsler betonte bei der Eröffnung: „Wir wollen aus der Corona-Pandemie für die Zukunft lernen und im Engagement für unsere Kirche nicht müde werden.“ Es gelte, immer wieder gemeinsam an einem Netz zu knüpfen und es gemeinsam auszuwerfen. Dies bekräftigte auch die evangelische Dekanin Christiana Murner in ihrem Grußwort.

Umbrüche begleiten

In sieben Untergruppen wurden Themen behandelt, die in einer mehrmonatigen Beobachtungs- und Analysephase entwickelt wurden. Dabei ging es um die Qualität des Miteinanders in kirchlichen Gemeinschaften, Gremien und Gruppen, um Informationsaustausch und Vernetzungsangebote oder um zeitgemäße Formen, den Glauben zu leben und weiterzugeben. „Es ist uns wichtig, näher am Leben der Menschen dran zu sein“, hob Dekanatsratsvorsitzende Renate Großhauser hervor, die mit Pfarrer Stefan Wingen das Leitungsteam des Dekanatsforums bildet. Zu Beginn der Sitzung appellierte sie an die Runde: „Lassen Sie uns ein Dekanat sein, das sich als Gemeinschaft auf den Weg macht!“ Es gelte, die Umbrüche und Veränderungsprozesse, die auch das kirchliche Leben betreffen, aktiv zu gestalten.

Als Ergebnis aus den Beratungen soll im Dekanat an der Willkommenskultur der Pfarreien gearbeitet werden. Vor allem Pfarrer Markus Fiedler aus Postbauer-Heng wünscht sich hier mehr Impulse. Johanna Nisselbeck vom Regionalvorstand des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) arbeitete mit anderen Versammlungsteilnehmern die Idee eines „Action Bounds“ für junge  Christen zum Thema „Schöpfung bewahren“ aus. Sie wünschte sich, dass in Zukunft mehr Jugendliche am Dekanatsforum teilnehmen könnten. Ein besonderes Anliegen war vielen Teilnehmern, den Informationsfluss, den Erfahrungsaustausch und die Vernetzung zu stärken. „Wir müssen im Internet mehr präsent sein“, fasste Klaus Schubert, Geschäftsführer der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) die Ergebnisse seiner Untergruppe zusammen. Es wurden erste Ansätze und Ideen entwickelt, wie dies in Zukunft gelingen kann. Eine andere Gruppe regte an, Familien und Lebensgemeinschaften eine kleine Hilfestellung an die Hand zu geben, um das Kirchenjahr mit seinen Festen und Bräuchen mitfeiern zu können. „Mir ist es wichtig, dass dabei eine einfache, leicht verständliche Sprache verwendet wird“, ergänzte Franziska Kneißl, die in der Behindertenpastoral des Bistums mitarbeitet. 

Fortsetzung folgt

In ihrer Schlussresolution bekundeten die Teilnehmer, sich in einem Jahr erneut treffen zu wollen, um die Umsetzung der angedachten Projekte zu überprüfen und an anderen Themen weiterzuarbeiten. „Die Vielfalt an verschiedenen Fähigkeiten und Standpunkten, Herangehensweisen und Spiritualitäten“ seienein Reichtum, den es immer mehr zu entfalten gelte, war man sich einig. „So viel Kompetenzen, Erfahrungen und Veränderungswille aus unserem Dekanat waren noch nie in einem Raum versammelt, das hat mich sehr berührt“, erklärte Schrödl, der seit 2013 das Dekanatsbüro leitet und die Organisation des Dekanatsforums federführend verantwortet. „Wichtig ist es uns, dass die Ideen und Gedanken auch in die diözesanweiten Gesprächsprozesse einfließen können“, hob Roland Pachner hervor, der die kirchliche Kita Oberpfalz gGmbH leitet, und erntete dafür große Zustimmung bei den Delegierten. Vorgesehen ist nun, dass das Leitungsteam in den kommenden Monaten die Umsetzung der angedachten Maßnahmen steuert und dann davon in den Gremien des Dekanats berichtet.

vb/gg


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