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08.06.2022

Gold auch für die Gastgeberstadt

Zufriedene Gesichter nach 19. DJK-Bundessportfest in Schwabach / 1.900 Sportlerinnen und Sportler

Fester Programmpunkt: Bischof Gregor Maria Hanke feierte mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Bundessportfests Gottesdienst. Mit am Altar standen unter anderem die Geistlichen Beiräte der DJK Eichstätt sowie Olympia-Seelsorgerin Elisabeth Keilmann. Foto: Kaiser-Biburger

Der Himmel muss ein DJK-Fan sein: An den vier Tagen des 19. DJK-Bundessportfests in Schwabach lachte bei allen wichtigen Programmpunkten die Sonne. Auch die Verantwortlichen um Elsbeth Beha, Präsidentin des DJK-Bundesverbands, und Bernhard Martini, Präsident des Diözesanverbands Eichstätt, sowie die Sicherheits- und Ordnungskräfte hatten allen Grund zu strahlen: Sie sprachen von einem rundum gelungenen Sportfest mit großem Gemeinschaftsgeist ohne nennenswerte Vorkommnisse.

Partystimmung am Abend

Ein Team von Freiwilligen, das kleiner ausfiel als geplant, kümmerte sich um alles Organisatorische. Die Volunteers aus der Diözese um Leiterin Maren Barfknecht arbeiteten schon im Vorfeld emsig, um jede der teilnehmenden 2.500 Personen mit einer Art Kennkarte und T-Shirts auszustatten. Ein anderes Team sorgte dafür, dass die Schlafräume in drei Schulen durch Abkleben der Fenster und Tafeln vorbereitet waren. Wieder andere kümmerten sich um das leibliche Wohl. Hierbei fanden sie Unterstützung bei den örtlichen Vereinen. Immerhin hatte das Organisatoren-Team 1.900 DJK-Sportlerinnen und -Sportler und 600 Begleitpersonen wie Trainer und Schiedsrichter zu versorgen. Völlig zufrieden waren beispielsweise die Handballerinnen Milena, Denise, Xenia und Lisa von der DJK Tura 05, die aus Mühlheim-Dümpten angereist waren. Besonders das musikalische Abendprogramm habe ihnen sehr gut gefallen, erklärten sie im Gespräch mit der KiZ. Als „Einheizer“ hatte man die Inklusionsband „Mosaik“ und DJ Burns für den ersten Abend verpflichtet. An den anderen Abenden waren die Schwabacher Kultband „Daltons“ um Stefan Müller sowie DJ Lumpi und die Bayern 3 Band Garanten, dass die Stimmung bis Mitternacht kochte. 

Den Startschuss für das Bundessportfest aber gaben Beha, Martini, Schwabachs Oberbürgermeister Peter Reiß und der Bayerische Landtagsvizepräsident Karl Freller. Sie hießen alle Aktiven, Organisatoren und Helfer der DJK willkommen. Zudem wohnten sie dem feierlichen Sportler-Eid bei, der von der jungen Schwimmerin Emmy Stauch und ihrem Kollegen Albert Opare-Larbi aus Oberhausen für alle anwesenden DJK-Aktiven gesprochen wurde. Beha erinnerte daran, dass es bei der DJK nicht nur allein ums Siegen ginge, sondern um die Menschen, die zusammen Sport trieben: „Deshalb geht fair und respektvoll miteinander um, gebt alles, aber bekennt auch Farbe.“ Reiß hob hervor, dass sich die Vorbereitungszeit von knapp zwei Jahren vollends gelohnt habe. Seine Freude sei „ganz besonders nach der Zeit der Ungewissheit groß“, dass nach 60 Jahren das DJK-Bundessportfest wieder in Mittelfranken und nach der Corona-Zeit als erstes Sport-Highlight in Schwabach stattfinde. Schließlich bedankte sich Freller bei allen Organisatoren, den Vereinen und Verbänden für das eingebrachte „bewundernswerte Engagement“. Er hob hervor: „Hier messen sich nun 1.900 Athleten. Das will schon etwas heißen!“

Sportinteressierte konnten beispielsweise Einblicke gewinnen in Boule. 24 Mannschaften im Mix von Männern und Frauen traten hier in einem spannenden, aber eher ruhig wirkenden Wettkampf an. Gute Nerven und ruhige Hände erlebte man bei den Dart-Wettkämpfen. Wer Körperbeherrschung in Verbindung mit Grazie sehen wollte, der war bei den Rhönrad-Turnerinnen sowie den Gymnastik- und Tanzmädchen goldrichtig. Als toller Mannschaftssport präsentierte sich Faustball, bei dem auch Teams aus dem Bistum antraten. 

Medaillen von Politikern

Traurig waren dagegen die beiden angereisten Fußballmannschaften aus Hamburg und Bremen. Ihr Turnier fiel aus. Sie bestritten in Schwabach nur ein Spiel, weil die heimische DJK-Mannschaft kurzfristig mangels Spielern abgesagt hatte. Anders verhielt es sich beim Tischtennis. Hier ging es mit über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, darunter ein zweifacher Deutscher Tischtennis-Meister, in unterschiedlichen Altersklassen hoch her. Schwabachs Bürgermeister Emil Heinlein war hier in seinem, seit vielen Jahren ausgeübten Sport mit seiner Rundum-Präsenz voll in seinem Element. Eine feine Würdigung erfuhren die jungen Tischtennisspielerinnen und -spieler bei der Siegerehrung. So überreichte der Bundestagsabgeordnete Sascha Müller die Medaillen an die souveränen Sieger von der DJK Stuttgart mit Felix Tränkle ganz oben auf dem Treppchen, gefolgt von Jonathan Fuchs und Peter Waddicor, der seinen dritten Rang mit Chris Andersen von der DJK Germania Lenkerbeck teilte. Begleitet wurde die Ehrung noch durch den DJK-Tischtennis-Bundesfachwart Thomas Heß aus Hamburg. Bei den Mädchen ließ es sich die Landtagsabgeordnete Dr. Sabine Weigand nicht nehmen, die Medaillen an Ronja Lobig von der DJK Münster, Nina Mauch von der DJK Seifriedsberg und Cheyenne Ney von der DJK Saarlouis-Roden zu überreichen. Bei der Abschlussparty wurde schließlich noch Leonie Kroter von der DJK-SG Wasseralfingen für ihre Siege als Württembergische Meisterin im Siebenkampf und Vizemeisterin im Vierkampf ausgezeichnet. 

Viel zu probieren und zu bestaunen gab es im Herzen der Stadt am Königsplatz auf der Sport- und Spielmeile. Von Kletterseilen, einer Tour mit dem Rollstuhl bis zu Tanz- und Sportvorführungen mit sportlicher Prominenz wie der amtierenden Weltmeisterin und Deutschen Meisterin Milena Slupina oder dem heimischen Kinder-Musikstar „Geraldino“ war alles geboten. Hier trat auch Schwabachs OB mit Vergnügen in den Wettstreit mit Helmut Gruhn, Vorsitzender vom Stadtverband der Schwabacher Turn- und Sportvereine, beim Spenden-Fahrradfahren für die Ukraine und beim Tischtennis.

Den geistlichen Höhepunkt des Bundessportfests bildete der Gottesdienst am Pfingstsamstag, der von der Blasmusik DJK Abenberg unter der Leitung von Sebastian Pröger musikalisch begleitet und umgerahmt wurde. Angeführt von einem Zug mit 32 DJK-Bannern zogen Bischof Gregor Maria Hanke, die Geistlichen Beiräte des Eichstätter DJK-Verbands, Pfarrer Richard Herrmann und Michael Harrer, Pfarrvikar Marcel Akoumany sowie die Diakone Alois Vieracker (Schwabach) und Thomas Schrollinger (Eichstätt) zur Bühne auf dem Festplatz. Mit dabei war auch Elisabeth Keilmann, Geistliche Bundesbeirätin der DJK und Sport- und Olympia Seelsorgerin der Deutschen Bischofskonferenz, die am letzten Wettkampftag in einer kleinen Andacht den Sportlerinnen und Sportlern den Reisesegen gespendet hatte. Hanke griff in seiner Predigt die Charakteristika des DJK-Verbands auf, was sich auch im Motto dieser Sporttage widerspiegele: „Inspiration, Sport und BeGEISTerung“. Der Oberhirte machte klar, dass zum Menschsein Geist, Körper und Seele zusammengehören. Um zu einer Persönlichkeit zu werden, sei die Entwicklung und die Entfaltung notwendig. Dazu diene der Sport. Hier praktiziere der Mensch Gemeinschaft, übe sich in Toleranz, lerne gegenseitige Unterstützung und sich gegenseitig auszuhalten. Er erfahre die eigenen körperlichen Grenzen im „Fair Play“. Zwar sei Leistung wichtig, aber nicht allein um des Siegens willen. Deshalb sei die „Entgrenzung durch Doping“ abzulehnen. Insgesamt leiste die DJK einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft und für die Kirche. 

Das Miteinander, das die DJK fördere und das Freude bereite, sei auch Teil der Aufgabe der Kirche im geschwisterlichen Miteinander. Selbst wenn die Kirche durch die Fälle von sexuellem Missbrauch versagt habe, möge man darauf vertrauen, dass der gute Geist von Pfingsten die Menschen sehen lasse, was Gott mit jeder Person vorhabe.

Ursula Kaiser-Biburger/af

Bilder und Ergebnisse der Wettkämpfe gibt es unter djk-bundessportfest.de.


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