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06.10.2017

Kolping-Bundesleitung: Eichstätt goes Köln

Julia Mayerhöfer in das ehrenamtliche Gremium gewählt.

Eichstätter Power für die Kolpingjugend: Julia Mayerhöfer vom diözesanen Leitungsteam ist jetzt bei der Bundeskonferenz der Kolpingjugend in Köln in die Bundesleitung gewählt worden. Seit zehn Jahren ist die 23-jährige Dietfurterin aktives Mitglied bei Kolping.

Daheim in Dietfurt: Julia Mayerhöfer am Kolping-Maibaum. Foto: Gess

2009 nahm sie mit ihrer Ortsgruppe an einer Wallfahrt teil, zu der der Eichstätter Diözesanverband der Kolpingjugend aufgerufen hatte. Unter dem Motto „wegweisend“ trafen sich in Köln junge Leute zum Beten, Diskutieren und Feiern. „Ich fand es cool“, erinnert sich Mayerhöfer im Gespräch mit der KiZ an ihre erste Erfahrung des Aufgehobenseins in einer großen Menge junger Gleichgesinnter: „Die Gruppenstunden daheim waren immer schön. Aber es war nochmal was anderes, zu sehen, wie das ausstrahlt.“

Umzug machts leichter

Vor fünf Jahren wurde Mayerhöfer in die Diözesanleitung der Kolpingjugend im Bistum Eichstätt gewählt und nahm in dieser Funktion regelmäßig als Delegierte an den Bundesversammlungen ihres Verbands teil. Sie engagierte sich in verschiedenen Projektgruppen auf Bundesebene und gehört seit vier Jahren der Arbeitsgruppe (AG) „Jugend und Kirche“ an. Zwei-, dreimal im Jahr ist sie bislang zu AG-Sitzungen in die Kolping-Zentrale nach Köln oder nach Frankfurt gefahren. Feste Termine waren auch die Treffen des Beratungsausschusses, einem Bindeglied zwischen Bundesebene und Landesverbänden. Weil es künftig noch mehr Sitzungstermine sein werden, „bin ich jetzt nach Köln gezogen“, verrät sie, „das macht vieles leichter“. Mayerhöfer, die in Regensburg vergleichende Kulturwissenschaft und Politik studiert hat und gerade ihre Bachelorarbeit schreibt, hat sich aber nicht allein wegen ihres ehrenamtlichen Engagements bei Kolping am Rhein niedergelassen. In Düsseldorf arbeitet ihr Freund und Oberpfälzer Landsmann Thomas Andonie als hauptamtlicher Bundesvorsitzender des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Die beiden haben sich bei einer jugendpolitischen Praxiswoche von Kolping im Bundestag kennengelernt. Solche Veranstaltungen, die Kolping jetzt auch auf Ebene des Europaparlaments ausschreibt, „waren mir immer wichtig“, stellt Mayerhöfer fest. Denn sie bestärkten junge Menschen darin, wachsam zu sein, Demokratie als einen Wert zu erkennen, den es zu verteidigen gelte.

Die Synode nutzen

Kirchenpolitisch steht gerade die bevorstehende Jugendsynode im Mittelpunkt. Die Kolpingjugend trage dabei die Forderung ihres Dachverbands BDKJ mit, ebenso viele Jugendliche wie Bischöfe nach Rom einzuladen, berichtet Mayerhöfer. „Bei Kolping sind wir es gewohnt, dass wir auch in den Erwachsenen-Vorständen unsere Stimmen erheben. Als Jugendlicher hat man manchmal einen anderen Blickwinkel. Trotzdem wissen sie beim Kolpingwerk, was sie an ihrer Kolpingjugend haben. Das ist schön zu wissen. Und es gilt eins zu eins auch für die Amtskirche: Sie muss wissen, was sie an ihrer Jugend hat.“

Auch wenn die Dietfurterin jetzt aus der Diözesanleitung aussteigt, möchte sie in ihrer dreijährigen Amtszeit bei den Diözesankonferenzen als Mitglied der Bundesleitung vorbeikommen. Darüber hinaus wird sie künftig auch internationale und europaweite Kolping-Termine wahrnehmen. Besonders freut sie sich aber auf eine nationale Begegnung, die sie gerade mit vorbereitet: Im Herbst 2018 sind Kolping-Jugendliche unter dem Motto „Sternenklar. Du brauchst die Zukunft“ ein Wochenende lang nach Frankfurt eingeladen. Die neue Bundesleiterin weiß aus Erfahrung, dass das für manche eine Initialzündung sein kann: „Wäre ich 2009 nicht zu ‚wegweisend‘ gefahren, wäre ich jetzt nicht hier.“

Gabi Gess, Kirchenzeitung Nr. 41 vom 8. Oktober 2017

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Kirchenzeitung - Ausgabe Nr. 51 vom 17.12.2017

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