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23.11.2022

Mit Jakob Rem im Koffer nach Mexiko

Mit Jakob Rem im Koffer nach Mexiko

Mitglieder der „Legio Mariens“ Ingolstadt mit Irma Fuhrmann (2. v. r.) und Pfarrvikar Hubert Gerauer mit einem Bild Pater Jakob Rems. Fotos: Fobes

Irma Fuhrmann ist neue Botin für die Verbreitung der Pater-Jakob-Rem-Frömmigkeit in Mexiko. Die gebürtige Mexikanerin, die seit rund 20 Jahren in Ingolstadt lebt, besuchte am Fest der Dreimal Wunderbaren Mutter am 11. Oktober vorigen Jahres in einem Gottesdienst mit Kaplan Ralph Heiligtag vom Ingolstädter Vororatorium. Damals in der Moritzkirche erhielt sie ein kleines Gebetsbild, das Pater Rem mit 
der Dreimal Wunderbaren Gottesmutter darstellt. Seitdem ließ Fuhrmann Pater Rem nicht mehr los. Als sie bald darauf in ihr Heimatland flog, nahm sie das Bild mit und zeigte es ihrem Vater. Unbekannt ist Jakob Rem dort nicht – man kennt ihn im Zusammenhang mit dem Bild Maria Knotenlöserin. Diese Darstellung, deren Original in der Augsburger Kirche St. Peter im Perlach hängt, wurde aufgrund der Rettung einer Ehe durch Pater Rem, der die Gottesmutter um Hilfe bat, vom Enkel des Ehepaars, dem Augsburger Patrizier Ambrosius Langenmantel, gestiftet.

Papst Franziskus förderte die Verehrung der Knotenlöserin in Lateinamerika bereits, als er noch Erzbischof von Buenos Aires war. Daher ist Pater Rem auch in Mexiko ein Begriff, allerdings wissen die Menschen nur wenig über ihn. So staunte vor allem eine krebskranke Freundin von Fuhrmann nicht schlecht, als die ihr das Bild Rems zeigte. Diese Freundin hatte viel Trost und Hilfe bei dem Bild der Knotenlöserin gefunden, jetzt erbat sie auch Unterstützung in ihrer Krankheit von Pater Rem. Tatsächlich wurde sie von ihrer Krebserkrankung vollständig geheilt, berichtet Fuhrmann.

 

Kopie in Cancun

Dieser Besuch in ihrer Heimat war für Fuhrmann ein Zeichen vom Himmel, in Mexiko die Pater-Rem-Verehrung voranzutreiben. Zurück in Deutschland entdeckte sie in der Sakristei von St. Moritz ein Gemälde, das den großen Marienverehrer darstellt. Das Bild, so fand Fuhrmann heraus, war eine gut gemachte Kopie eines Originals. Mit Hilfe von Mesner Wolfgang Geiger von der Münsterkirche ließ Fuhrmann zwei weitere Kopien anfertigen, die sie auf einen erneuten Flug nach Mexiko mitnahm. Beide Bilder brachte sie in neu errichteten Wallfahrtsstätten der Knotenlöserin unter: Eines befindet sich nun in der Kapelle der Gemeinschaft „Regnum Christi“ in Fuhrmanns Heimatstadt Monterrey im Nordosten. Das zweite hängt im Heiligtum der Knotenlöserin in Cancun im Süden des Landes. Dieses Heiligtum existiert seit 2015. Den Grundstein dazu segnete Papst Franziskus bei einer Reise nach Lateinamerika in Brasilien. Anschließend wurde der Stein nach Cancun gebracht.

Fuhrmann hofft, dass sie einen Beitrag dazu leisten kann, dass Pater Rem weltweit verehrt wird. „Da er in einem Zeitalter lebte, in dem der Glaube wie heute in der Krise war, ist es wichtig, ihn bekannt zu machen“, sagt sie und wünscht sich, dass er in Mexiko und in der ganzen Welt auch als Fürsprecher von Priesterberufungen entdeckt wird, denn immerhin war er ja in Ingolstadt Leiter eines Ordenskollegs. 

Seit September dieses Jahres gehört Fuhrmann der „Legio Mariens“ in Ingolstadt an, wo sie Gleichgesinnte gefunden hat. Denn die „Legio Mariens“ betet schon seit Jahrzehnten um die Seligsprechung von Pater Rem, wie Franziska Maier, Präsidentin der Ingolstädter Gruppe, verrät. Bei den Messfeiern am Samstag-morgen um 9 Uhr, an der die Legio teilnimmt, werden Gebetszettel für die Seligsprechung verteilt. Und der geistliche Leiter der „Legio“, Pfarrvikar Hubert Gerauer vom Vororatorium, hatte auch in einer seiner „Allocutiones“ – so heißen die Vorträge bei den regelmäßigen Treffen – die Geschichte von Irma Fuhrmann und der Verehrung von Pater Rem in Lateinamerika vor allem über das Bild der Knotenlöserin zum Thema gemacht. Zudem sprach er über die in Lateinamerika weit verbreitete Schönstattbewegung, die ja auch einen starken Bezug zu dem von Pater Jakob Rem verehrten Bild der Dreimal Wunderbaren Mutter hat.

Raymund Fobes


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